
Der Jupiter C plus ist ein Hybrid-Speicher der Marke Marstek, neben dem Venus A und D. Das System wurde für Haushalte entwickelt, die ihren Energieverbrauch optimieren möchten, mit Möglichkeiten zur Integration von Solarenergie und einer Nulleinspeisungs-Strategie. Wir hatten die Gelegenheit, diese Stromspeicher zu testen, und in diesem Testbericht gehen wir auf die technischen Merkmale, den Installationsprozess, die Kompatibilität und die Leistung in der Praxis ein.
Marstek ist einer der weltweit größten Hersteller von Heimspeicher mit Schwerpunkt auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen ist auf Heimspeicher spezialisiert, darunter die beliebte Venus-Serie, die für eine einfache Installation und Benutzerfreundlichkeit entwickelt wurde. Damit ist Marstek Marktführer im Bereich Balkonkraftwerk- und AC-Stromspeicher in Deutschland, was auch auf die wettbewerbsfähige Preisgestaltung seiner Produkte zurückzuführen ist.
Inhalt
- Einführung
- Technische Spezifikationen
- Sicherheit
- Unboxing
- Installation
- App-Funktionalität
- Offene API
- Solarpanels
- Praktische Erfahrungen
- Wärmebilder
- Round-Trip-Effizienz
- Vergleich mit der Konkurrenz
- Preis
- Abschließende Beurteilung
- Weiterlesen
Einführung
🔋 Marstek Jupiter C+ – Hybrid-Speicher mit integriertem Wechselrichter

Der Jupiter C+ ist ein kompaktes Hybrid-Energiespeichersystem, das einen internen Wechselrichter für Solaranlagen bis zu 2400 W mit einer Wechselstrom-Stromspeicher kombiniert, die bis zu 800 W in das Hausnetz zurückspeisen kann. Die Stromspeicher wird ausschließlich über die angeschlossenen Solarmodule aufgeladen. Abends und nachts speist das System diese gespeicherte Energie zurück, um den Nettoverbrauch zu senken und eine Nulleinspeisung zu erreichen. Die Stromspeicer ist nicht bidirektional; ein Aufladen über das Stromnetz ist daher nicht möglich.
Der Jupiter C+ verfügt über ein modernes Design mit einem auffälligen HD-Farb-Touchscreen an der Vorderseite des Akkus. Dank der passiven Kühlung arbeitet das System völlig geräuschlos, ohne Lüfter oder andere bewegliche Teile, die Geräusche verursachen könnten.
- Hybrid-Speicher: Verbindung mit Solarmodulen und Entladung über und über eine Steckdosen‑Einspeisung (bis zu 800 W).
- Laden/Entladen: Unterstützt das Laden über direkt angeschlossene Solarmodule mit bis zu 2400 W und vier MPPTs sowie das Entladen mit bis zu 800 W.
- Intelligente Integration: Wahlweise Nulleinspeisungs-Strategie oder manuelles Entladen.
- Modulares Design: Speicherkapazität erweiterbar auf bis zu 10,2 kWh – ideal für unterschiedliche Energiebedürfnisse im Haushalt.
- Kompatibilität: RS485 zur Steuerung über Modbus.
- Einfache Installation: Für eine schnelle Inbetriebnahme ohne komplexe Verkabelung oder Installationsaufwand entwickelt.
⚙️ Technische Spezifikationen
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| PV-Eingang (Wechselrichterfunktion) | Max. 2.400 W, 4 MPPTs, bis zu 99,8 % Wirkungsgrad |
| AC-Ladeleistung | nicht zutreffend |
| Backup-Leistung | nicht zutreffend |
| Speicherkapazität | Modular: von 2,56 kWh bis 10,2 kWh |
| Kühlung | Passiv gekühlt, flüsterleise |
| Zelltyp | LFP (LiFePO₄), >6.000 Zyklen |
| Schutz | IP65 (staub- und wasserdicht) |
| Temperaturbereich | -20 °C bis +60 °C |
| Konnektivität | Bluetooth, WLAN, RS485 |
| Überwachung und Steuerung | Über die Marstek-App: Energiefluss in Echtzeit, Automatikmodus und manueller Modus |
| Intelligente Funktionen | Nulleinspeisungs-Strategie |
| IP-Klasse | IP65: Staub- und wassergeschützt |
| Installation | Plug-and-Play, innerhalb von 5 Minuten betriebsbereit, wenn CT-Klemmen oder CT003 P1-Messgerät vorhanden sind. |
Die oben genannten Punkte sind die wichtigsten Spezifikationen. Weitere Spezifikationen finden Sie in der Marstek-Bedienungsanleitung.
Welche Garantie wird gewährt?
Marstek gewährt 10 Jahre Garantie ab Kaufdatum auf die Haupteinheit:
Mit LFP-Zellen in Automobilqualität bietet MARSTEK mehr als 6000 Zyklen mit 80 % Kapazitätserhalt über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren. Unterstützt durch eine 10-jährige Garantie und kontinuierlichen Service, liefert es langfristige, sichere und effiziente Leistung.
🛡️Sicherheit
Marstek setzt auf die LFP‑Technologie (Lithium‑Eisenphosphat / LiFePO₄), ebenso wie viele andere Hersteller von Stromspeichern. Dieser Speichertyp ist für seine thermische Stabilität und chemische Sicherheit bekannt. Im Klartext: geringeres Risiko von Überhitzung, Brand oder Explosion. Ein beruhigender Gedanke – insbesondere, wenn Sie den Stromspeicher in Innenräumen verwenden.
Die Sicherheit eines Stromspeichers hängt in hohem Maße von dem Stromkreis ab, an den er angeschlossen ist, sowie von der maximalen Entladeleistung, die Sie einstellen.
Bitte beachten Sie: Sobald die Gesamtleistung 800 W überschreitet, ist es erforderlich, den Stromspeicher an einem eigenen Stromkreis im Zählerschrank anzuschließen – also nicht gemeinsam mit anderen Geräten. Lassen Sie dies stets von einem zugelassenen Elektriker überprüfen oder installieren, damit alles sicher abläuft und den geltenden Normen entspricht.
Installieren Sie stets einen Rauchmelder oberhalb des Stromspeichers, damit Sie bei einer möglichen Störung oder einem Brand sofort alarmiert werden.
Es ist wichtig, einen Heimspeicher nicht in einem Fluchtweg zu platzieren. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, um sicherzustellen, dass Sie im Falle eines Brandes oder Stromausfalls schnell und sicher evakuieren können, ohne durch den Stromspeicher behindert zu werden.
Aus Sicherheitsgründen ist es ratsam, die Temperatur im Zählerschrank zu überprüfen, nachdem Sie ein Hybrid oder einen AC‑Stromspeicher angeschlossen und über einen längeren Zeitraum belastet haben. Vergessen Sie dabei nicht, auch die Steckdose zu kontrollieren, an die das Balkonkraftwerk bzw. der AC‑Stromspeicher angeschlossen ist. So vermeiden Sie gefährliche Situationen durch Überhitzung. Dies lässt sich ganz einfach mit einem kostengünstigen Laserthermometer überprüfen.
📦 Unboxing
Der Jupiter C+ und der zusätzliche Speicher sind sicher und stabil in Kartons mit zusätzlichem Schaumstoffschutz verpackt. Obwohl einer der beiden Kartons einige Transportschäden aufweist, sind die Artikel dennoch unbeschädigt angekommen.
Im Lieferumfang enthalten
- Garantiekarte
- Abdeckkappe für untere Speicher
- Schlüssel zum Lösen von MC4-Kabeln
- AC-Netzkabel
- 4 separate Füße und dazugehörige Schrauben
Design

Der Marstek Jupiter C Plus ist ein elegant gestaltetes, modulares Energiespeichersystem mit einer gestapelten Konstruktion aus robusten Speicher und einem Obermodul mit integriertem HD-Farb-Touchdisplay. Jedes Segment ist mit Griffen für eine einfache Installation und einen einfachen Transport ausgestattet, während das Oberteil über ein modernes LCD-Display verfügt, das Echtzeitinformationen wie Speicherstatus, Stromverbrauch und aktuelle Speicherkapazität anzeigt. Das Gehäuse ist in mattem Schwarz mit dezentem Branding gehalten und strahlt eine industrielle Ästhetik aus.
Bemerkenswert ist, dass die Anschlüsse für die Solarmodule versenkt und ordentlich an der Oberseite angebracht sind, was eine äußerst praktische Position darstellt. Dort befindet sich auch die Antenne für die WLAN-Verbindung. Das Netzkabel wird ebenfalls an der Oberseite angeschlossen, befindet sich jedoch an der Vorderseite des Akkus. Dies ist etwas weniger praktisch und hätte logischerweise an der Rückseite positioniert werden können.
Installation
Der Jupiter C+ kann über einen Marstek P1-Zähler (CT003) oder mit Shelly- oder Marstek-Stromklemmen (CT002) gesteuert werden. Wenn Sie den Marstek P1-Zähler verwenden, ist die Installation besonders einfach. Wenn Sie sich für Stromklemmen entscheiden, müssen Sie im Zählerschrank arbeiten, und das Ganze ist weniger Plug-and-Play. Daher ist der Marstek P1-Zähler eindeutig vorzuziehen.
- Aufstellung – Stellen Sie den Jupiter C+ auf einen stabilen Untergrund, vorzugsweise in Innenräumen oder an einem geschützten Ort (trocken, staubfrei und innerhalb des Temperaturbereichs von –20 °C bis 60 °C). Sorgen Sie für ausreichende Belüftung rund um das Gerät.
- Speicher anschließen – Befestigen Sie die vier Füße unter der unteren Speicher und schließen Sie die Speicher an den Wechselrichter an, indem Sie die Schutzkappe oben auf der Speicher entfernen und dasselbe am Wechselrichter an der Unterseite tun. Anschließend können Sie sie aufeinanderstapeln, und der Wechselrichter fällt in die Speicher. Dabei fällt auf, dass der Wechselrichter, wenn man ihn bewegt, noch etwas Spielraum in Richtung Speicher hat. Wir gehen davon aus, dass dies unbedenklich ist.
- Anschluss an Solarmodule und Steckdose – Verbinden Sie die Standard-MC4-Kabel mit den MC4-Steckern Ihrer Solarmodule (max. 700 W pro Eingang) und schließen Sie die Hybrid-Speicher an eine geerdete Steckdose an. Verwenden Sie stets die richtigen Kabel und vermeiden Sie Verlängerungskabel, um die Sicherheit zu erhöhen.Schließen Sie die Solarmodule niemals tagsüber an, sondern nur bei Dunkelheit.
- Mit der App verbinden – Bitte laden Sie die Marstek-App herunter, verbinden Sie die Speicher über WLAN und führen Sie die Konfiguration durch. Dies ist relativ selbsterklärend.
- P1-Zähler: Verbinden Sie den Marstek P1-Zähler mit Ihrem Zähler und fügen Sie ihn in der Marstek-App auf der Statusseite von Marstek hinzu. Unten links können Sie CT auswählen und dort den intelligenten Zähler einstellen. Sie haben dabei die Wahl zwischen verschiedenen Optionen von P1-Zählern und CT-Klemmen.
- Kontrolle und Nutzung – Bitte überprüfen Sie den HD-Touchscreen und die App, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß funktioniert. Ab diesem Zeitpunkt können Sie die Stromspeicher direkt über angeschlossene Solarmodule aufladen oder entladen, um eine Nulleinspeisung zu erreichen.
Die Konfiguration des Jupiter C+ verlief reibungslos und war innerhalb von etwa zehn Minuten abgeschlossen. Allerdings wurde die zweite Speicher zunächst nicht erkannt. Dies kommt häufiger vor und kann wie folgt behoben werden:
- Vollständig ausschalten (Taste gedrückt halten, bis die LED einmal blinkt → sofort loslassen).
- Bitte schließen Sie die Erweiterungsspeicher erneut an (stecken Sie die Stecker fest ein).
- Bitte führen Sie einen 10-Sekunden-Reset durch.
- Führen Sie eine 6-Sekunden-Codierung durch → Halten Sie die Taste 6 Sekunden lang gedrückt, bis sie kurz aufleuchtet.
Dies ist entscheidend: Dadurch verbindet sich der Jupiter erneut mit der Erweiterung.
Anschließend war auch die zweite Speicher in der App und auf dem HD-Touchscreen sichtbar.
Der Anschluss der Solarmodule erfolgte nach Sonnenuntergang. Es handelte sich um vorhandene Module, die einfach von einer zuvor verwendeten Speicher getrennt und anschließend direkt an den Jupiter C+ angeschlossen werden konnten. Auch dies verlief reibungslos.
💡 Hinweise:
- Bitte stellen Sie stets sicher, dass die Stromspeicher, wenn Sie sie für eine gewisse Zeit ausschalten, mindestens zu 40 bis 60 % geladen ist und dass sie vom Netz getrennt und vollständig ausgeschaltet ist.
- Bitte überprüfen Sie monatlich, ob die Stromspeicher ausreichend geladen ist, um eine Tiefentladung zu vermeiden.
- Belüftung: Bitte platzieren Sie die Stromspeicher nicht in einem geschlossenen Schrank; eine gute Wärmeableitung verlängert die Lebensdauer.
- Sicherheit: Bitte halten Sie das Gerät von Feuchtigkeit und direkter Sonneneinstrahlung fern.
- Installateur oder selbst durchführen? Für die grundlegende Nutzung (steckerfertig) können Sie die Installation problemlos selbst durchführen. Wenn Sie CT-Klemmen verwenden möchten, empfehlen wir, einen Fachmann damit zu beauftragen.
- Zukünftige Erweiterung: Bitte berücksichtigen Sie bei der Installation zusätzlichen Platz, damit Sie später problemlos mehrere Module hinzufügen können.
App-Funktionalität
App-Funktionalität: Hinzufügen des Marstek P1-Messgeräts (CT003) oder der Shelly CT-Klemmen
Wählen Sie unten links auf dem Standardbildschirm „CT“ aus. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, den CT zu ändern und die unterstützten Geräte auszuwählen. In unserem Fall entscheiden wir uns für Shelly CT-Klemmen, die ordnungsgemäß erkannt und hinzugefügt werden, woraufhin die Daten angezeigt werden. Auch den P1 von Marstek (CT003) haben wir bereits zuvor getestet und er funktioniert ebenfalls einwandfrei.
Wenn Sie es vorziehen, einen P1-Zähler zu verwenden, der bereits in Home Assistant integriert ist, können Sie auch den Marstek-Emulator für den Shelly Pro 3 EM einsetzen. Diese Lösung funktioniert ebenfalls reibungslos mit dem Jupiter C+, wie wir in unseren Tests bestätigt haben.
Programme zur Steuerung
Die App bietet zwei Standardmodi:
- Auto-Modus: Dies ist der Nulleinspeisung-Modus: Bei einem Überschuss an Solarenergie wird die Stromspeicher automatisch geladen. Sobald Energie aus dem Netz entnommen wird, schaltet das System auf Entladen um. In der Praxis bedeutet dies: Laden tagsüber und Entladen am Abend und in der Nacht. Dieser Modus kann ein- oder ausgeschaltet werden, weitere Einstellungsmöglichkeiten sind nicht vorhanden.
- Manuelle Option: In diesem Modus können Sie feste Entladezeiten pro Tag mit maximal 800 W einstellen, einschließlich der gewünschten Leistung pro Zeitblock.


Solarpanels

Sie können über vier PV-Eingänge mit jeweils 700 W bis zu 2.800 W an Solarpanels anschließen. Schließen Sie diese vorzugsweise parallel an und beachten Sie den maximalen Strom pro Eingang gemäß den Anweisungen. Außerdem darf die Grenze von 60 V pro MPPT nicht überschritten werden, um das Gerät nicht zu beschädigen. Da der Marstek über vier PV-Eingänge und damit über vier separate Strings verfügt, können Sie die Solarmodule auch separat ausrichten. Außerdem hat der Schatten auf einem Modul keinen Einfluss auf den Schatten der anderen angeschlossenen Solarmodule an den anderen PV-Eingängen.
Der wesentliche Vorteil des direkten Ladens über Solarmodule ist der minimale Umwandlungsverlust: Der erzeugte Strom wird in Gleichstrom direkt in die Speicher eingespeist und erst dann in Wechselstrom umgewandelt, wenn er im Haushalt verwendet wird. Wenn Sie über das Wechselstromnetz laden, muss der Strom zunächst für die Stromspeicher in Gleichstrom umgewandelt und anschließend für die Verwendung im Haushalt wieder in Wechselstrom zurückgewandelt werden.
💡 Hinweis: Bitte schließen Sie die Solarmodule nur an, wenn sie nicht unter Spannung stehen. Dies sollte vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang erfolgen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Wechselrichter in der Stromspeicher beschädigt wird.
Bypass-Funktion
Wenn die Stromspeicher vollständig geladen ist, wird der Ertrag des Solarpanels automatisch an das Haus oder das Netz weitergeleitet – dies wird als Bypass-Funktion bezeichnet. Diese funktioniert bis zu einer maximalen Leistung von 800 W, was zu beachten ist. In der Praxis bedeutet dies, dass an sonnigen Tagen im Frühjahr oder Sommer, wenn die Speicher bereits voll ist und die Sonne noch scheint, ein Teil des erzeugten Stroms aufgrund dieser Einspeisegrenze nicht genutzt werden kann. Eine alternative Strategie könnte darin bestehen, die Stromspeicher an sonnigen Tagen aktiv in Richtung Haus zu entladen, sodass es länger dauert, bis sie voll ist, und mehr Platz für die PV-Speicherung bleibt.
Praktische Erfahrungen
Auto-Modus (Nulleinspeisung)
Während eines nächtlichen Tests haben wir die Nulleinspeisungs-Strategie aktiviert, um ihre Wirksamkeit zu beurteilen. Die durchschnittliche Last in der Nacht lag zwischen 70 und 150 W. In den folgenden Screenshots sind die Daten des P1-Zählers mit Import- und Exportwerten zwischen 00:05 und 06:05 Uhr zu sehen. Wie in Abbildung 1 zu sehen ist, gleicht der Marstek den Verbrauch hervorragend aus: Der Zähler bleibt nahezu bei Null. Es sind kleine Ausschläge zu sehen, die hauptsächlich durch das Einschalten des Quookers verursacht werden.
Über diese sechs Stunden betrugen die gesamten Netzeinfuhren lediglich 0,196 kWh und die Ausfuhren 0,057 kWh – bemerkenswert gute Ergebnisse. Damit demonstriert der Marstek, dass in Kombination mit einem DSMR 5.0-Smart-Meter (mit einem Ausleseintervall von einer Sekunde) eine präzise Nulleinspeisung-Regelung hervorragend realisierbar ist.



Manueller Modus
Dies ist die Standard-Planungsoption von Marstek, d. h. Sie möchten für die Dauer von x Minuten an einem festen Wochentag x Leistung entladen.


Was hier noch fehlt, ist ein einfacher Schieberegler, mit dem man direkt eine bestimmte Wattzahl für das Entladen auswählen kann. Dies wäre eine wertvolle Ergänzung für Benutzer, die schnell umschalten möchten.
Marstek als Wechselrichter für Solarmodule
Wir haben ein 425-Wp-Solarpanel an PV4 angeschlossen, und wie erwartet funktioniert es einwandfrei. Über den Hauptbildschirm zeigt Marstek in Echtzeit an, wie viel Energie gewonnen wird. Im Statistikbildschirm ist dann eine detaillierte Übersicht verfügbar, in der Sie den Ertrag pro Monat, Jahr und insgesamt verfolgen können.



Wärmebilder
Wir haben die Wärmeentwicklung des Marstek Venus D mit einer Wärmebildkamera untersucht. Die Messungen wurden durchgeführt, nachdem das System etwa eine Stunde lang mit einer Leistung von 800 W geladen wurde. Die gemessenen Temperaturen liegen innerhalb der normalen Grenzen. Der höchste Wert wurde an der Oberseite des Geräts mit einer Temperatur von 38 °C gemessen. Alle anderen Messpunkte, darunter der MC4-Stecker und der Netzstecker, lagen deutlich darunter.
Diese Ergebnisse bestätigen, dass die passive Kühlung des Marstek effektiv funktioniert. Selbst bei längerer Belastung bleibt die Temperatur kontrollierbar, was zur Zuverlässigkeit, Sicherheit und Lebensdauer des Systems beiträgt.
Round-Trip-Effizienz (RTE)
Die Round-Trip-Effizienz ist der Prozentsatz der Energie in Ihrer Heimspeicher, den Sie letztendlich wieder nutzbar verbrauchen können. Bei der Speicherung von Energie in einer Stromspeicher erhalten Sie immer weniger Energie zurück, als Sie hineingesteckt haben. Durch den Transport von Energie und die Umwandlung verschiedener Energieströme geht nämlich Wärme verloren. Wenn Sie beispielsweise eine Stromspeicher mit einer Kapazität von 10 kWh besitzen und die Speicher eine Round-Trip-Effizienz von 90 % aufweist, bedeutet dies, dass 10 % der Energie verloren gehen. Sie können also 9 kWh wiederverwenden und verlieren dabei 1 kWh an Energie. Wenn sich dies jedes Mal wiederholt, geht im Laufe der Zeit doch eine Menge Energie verloren.
Da der Jupiter C+ ausschließlich über Solarmodule lädt, vermeidet er die doppelte AC-DC-AC-Umwandlung, die bei Netzladungen auftritt. Dadurch bleibt nur die DC-zu-AC-Umwandlung als tatsächlicher Verlustposten übrig. Während herkömmliche Heimakkus einen Wirkungsgrad von etwa 85 % (±15 % Verlust) erreichen, liegt der Wirkungsgrad des Jupiter C+ in der Praxis bei etwa 90–93 %. Der Gesamtverlust liegt damit bei etwa 7–10 %, was in etwa der Hälfte des Verlusts beim Wechselstromladen entspricht. Dies ist auch der Vorteil des Ladens über direkt angeschlossene Solarmodule.
📊 Vergleich: Jupiter C+ im Vergleich zu Venus A und Venus D
| Eigenschaft | Venus A (Einstiegsmodell) | Jupiter C+ (Mittelklasse) | Venus D (obere Klasse) |
|---|---|---|---|
| Netzladen (AC-Laden) | Ja | ✘ Nein | Ja |
| Bidirektional (AC-Eingang + AC-Ausgang) | Ja | ✘ Nein (nur AC-Aus) | Ja |
| Laden über Solarmodule (DC-MPPT) | Ja | Ja | Ja |
| Photovoltaik-Leistung | ±600–1200 W | ±2400 W | ±4000 W |
| AC-Ausgangsleistung | ±800 W | ±800 W | ±2200 W |
| Zielgruppe | Kleine Setups / Budget | Balkon- und kleine Dachinstallationen | Größere Dachanlagen / höhere Leistungen |
| Modulares Lagerungssystem | Klein | Mittel | Groß |
Der wesentliche Unterschied zwischen dem Jupiter C+ und den Venus-Modellen besteht darin, dass der Jupiter C+ nicht über das Stromnetz aufgeladen werden kann und daher nicht bidirektional ist: Er kann nur über Wechselstrom entladen, aber ausschließlich über die angeschlossenen Solarmodule aufgeladen werden. Die Modelle Venus A und Venus D können hingegen über das Stromnetz aufgeladen werden und sind vollständig bidirektional, wodurch sie bei dynamischen Tarifen oder in Winterperioden flexibler sind. In Bezug auf die PV-Leistung liegt der Jupiter C+ genau zwischen den beiden Venus-Modellen: leistungsstärker als der Venus A, aber weniger schwer als der Venus D. Damit bildet der Jupiter C+ die Mittelklasse innerhalb der Marstek-Reihe: ideal für Balkon- und kleine Dachanlagen, jedoch ohne die Netzladefunktion der Venus-Serie.
Preis
Die Jupiter C+ Haupteinheit ist derzeit online für 400 € erhältlich, und eine Erweiterungsspeicher kostet 380 €. Insgesamt belaufen sich die Kosten für 5,2 kWh auf 780 €, also 150 € pro kWh. Dies ist für ein Hybridsystem sehr günstig.
Abschließende Beurteilung
MARSTEK
Vorteile
- ▸ Installation: Plug-and-Play, insbesondere in Kombination mit P1 von Marstek oder mit dem Home Assistant Emulator für Shelly
- ▸ Kompatibilität: RS485-Anschluss für Modbus
- ▸ Sonnenkollektoren: 2.400 W und 4 MPPTs
- ▸ Nulleinspeisung: Dieser Modus funktioniert gut („Auto“). Dadurch wird es im Frühjahr und Sommer zu einem „Set-and-Forget“-Gerät.
- ▸ Preis: sehr günstiger Preis mit 150 € pro kWh
- ▸ Ausstattung: Passive Kühlung, IP65, erweiterbar
Nachteile
- ▸ Dynamische Tarife: keine Unterstützung für dynamische Tarife
- ▸ Bidirektional: keine Möglichkeit, die Batterie über das Netz zu laden
- ▸ Steuerung: keine manuelle Einstellung für Laden und Entladen mit x Watt
- ▸ App: Ungenaue Übersetzung und gelegentlich schlechte Reaktionszeiten
- ▸ Bypass: Maximal 800 W Bypass, während der Wechselrichter des Solarpanels eine Leistung von 2.400 W hat
- ▸ Notstrom: keine Notstromversorgung vorgesehen
Der Marstek Jupiter C+ ist eine attraktive Wahl für alle, die ihre eigene Solarenergie so effizient wie möglich nutzen möchten, ohne große Ausgaben zu tätigen. Sie sind somit vollständig von Ihrer eigenen Stromerzeugung abhängig, um eine Nulleinspeisung-Bilanz zu erreichen.
Ein Vorteil von direkt an die Stromspeicher angeschlossenen Solarmodulen ist die höhere Round-Trip-Effizienz. Gleichzeitig sorgt diese Konfiguration dafür, dass der Jupiter C+ vor allem im Frühjahr und Sommer eine optimale Leistung erbringt und in den übrigen Jahreszeiten weniger einsetzbar ist.
Insgesamt kann der Marstek Jupiter C+ unter den richtigen Umständen eine interessante Lösung sein, insbesondere angesichts des derzeit sehr günstigen Preises. Mögliche Alternativen sind beispielsweise der Zendure SolarFlow 800 Plus, der Zendure SolarFlow 800 Pro, der Marstek Venus A und der Marstek Venus D.
🔹 Über die Marstek Venus A
Marstek hat inzwischen auch die Venus A auf den Markt gebracht – eine kompaktere Hybridvariante. Diese eignet sich besonders für Situationen, in denen weniger Solarmodule angeschlossen sind (bis zu 2,4 kW) und die Lade- und Entladeleistung auf maximal 1.200 W begrenzt ist. Für Nutzer mit einer kleineren Anlage oder geringerem Leistungsbedarf kann dieses Modell eine vielseitigere Wahl sein.
🔹 Über die Marstek Venus D
Neben dem Venus A hat Marstek auch den Venus D auf den Markt gebracht – eine erweiterte Hybridvariante. Dieser eignet sich besonders für Situationen, in denen mehrere Solarmodule angeschlossen werden (bis zu 4 kW) und eine Lade- und Entladeleistung von 2.200 W erforderlich ist.
Weiterlesen
Stromspeicher
Sollten Sie noch Fragen zu dieser Bewertung haben, können Sie diese unten stellen. Wir werden sie so schnell wie möglich beantworten.
Transparenz: Für diese Bewertung haben wir vom Lieferanten ein Testexemplar des Marstek Jupiter C+ erhalten. Wie immer basiert unsere Bewertung vollständig auf unseren eigenen Erfahrungen.




















